Oktober 2020

Franz von Assisi und die Apachen:

Von der Würde unserer Nutztiere

Franz von Assisi:

(12./13.Jahrhundert, Italien)

„Demut vor der Schönheit der Schöpfung.“

Franz von Assisi verlangt, alle Menschen als Brüder und Schwestern zu behandeln

und predigte, dass niemand einem anderen übergeordnet sein soll.

Er forderte: Jedes Lebewesen verdient Schutz.

Unsere Nutztiere liefern uns Fleisch, Milch, Eier, Leder, Wolle und vieles mehr.

Dafür verdienen sie unsere Achtung, ein gutes Leben und einen schmerzlosen Tod:

  • artgerechte Haltung und Fütterung: Fleisch aus biologischer Haltung bevorzugen

  • allzu lange Tiertransporte verurteilen

  • „humane“ Schlachtung befürworten

  • Fleisch essen mit Respekt vor dem Tier

  • kein Fleisch wegwerfen – einfrieren oder weiterverwenden

  • Auch Tierprodukte wie Milch, Eier oder Käse aus biologischer Haltung verhelfen unseren Tieren zu einem würdevollen Leben.

  • das Verhältnis Fleisch – Gemüse/Obst/Salat ändern – oder es wenigstens versuchen

Apachen:

(seit dem 14. Jahrhundert, Nord- und Mittelamerika)

„Wir werden unser Lager in ihrer Mitte aufschlagen.“

Die Apachen hatten Respekt vor jedem Tier, das sie aßen. Sie beteten zu ihnen und bedankten sich vor und nach der Jagd bei ihnen, weil sie wussten, dass sie den Tieren ihr Leben zu verdanken hatten.

  • Die Apachen flehten vor einer Jagd den Schutzgeist der Bisons an und beteten zu ihm für eine gute Jagd:

  • “Es möge viele geben. Es möge viel Fleisch geben. Wir werden unser Lager in ihrer Mitte aufschlagen.”

  • Am Ende einer erfolgreichen Jagd wurden die Tiere unter strikter Beachtung eines Rituals zerlegt, das verhindern sollte, die Seele des Bisons zu beleidigen.

  • Jedes Teil des Tieres diente als Nahrung, Kleidung und Behausung (Zelte).

  • Selbst das, was danach noch übrigblieb, wurde mit Sorgfalt und Ehrfurcht behandelt.

  • Das Bison (oder der Büffel) bedeutete Leben für Tausende und versorgte sie mit Nahrung, Unterkunft und Kleidung.

Bilder von Sophie und Christian, 3a, und pixabay.com